Bildungsreise nach Theresienstadt

Am Samstagmorgen in aller Frühe machten sich 15 Jugendliche und Eltern der KSG Zeitz auf den Weg nach Theresienstadt in Tschechien. Gruppenbild mit KarlsbrückeDie diesjährige Bildungsreise der Kampfsportler führte in die Gedenkstätte der dortigen Burg. Innerhalb des Programms „Integration durch Sport“ setzen die Kampfsportler in ihrem Konzept auf einen Mix aus barrierefreiem Zugang zum Verein, interkultureller Bildung, sportlichen Aktivitäten und Erinnerung. Auf diesem Weg soll es gelingen Vielfalt, Respekt und Toleranz als tragende Werte einer pluralistischen Gesellschaft erlebbar zu machen.

Führung in der Gedenkstätte

Führung in der Gedenkstätte

In einer zweistündigen Führung auf Deutsch durch die Gedenkstätte wurde Geschichte lebendig. Die Gedenkstätte war ein Gefängnis der Gestapo im zweiten Weltkrieg. Theresienstadt war eine Festung die schon 1892 gebaut wurde. Die Nationalsozialisten übernahmen diese Stadt und nutzten diese auch für ihre Propagandafilme. Hier wurde unter andern ein Ghetto gebaut, um der Welt zu zeigen wie gut es den Juden darin geht.

Im Dokumentationszentrum

Im Dokumentationszentrum

Es wurde sogar ein Fußballspiel organisiert, wo jüdische Gefangene gegen ihre Peiniger und Bewacher spielen mussten. In der kleinen Festung, die zu besichtigen ist, waren 150 000 Häftlinge inhaftiert, wobei nur 3000 das Kriegsende erlebten. Es war auch ein Dreh- und Angelpunkt für Transporte in die Konzentrationslager Richtung Osten (z.B. Auschwitz). Am Ende der Führung in der kleinen Festung führte der Weg weiter ins nahegelegene Prag.

In der Prager Altstadt

In der Prager Altstadt

Hier galt es sich für die Rückfahrt zu stärken. Nach einem Spaziergang durch die Prager Altstadt  wurde gegen 17 Uhr der Rückweg angetreten. 20:00 Uhr waren dann alle sichtlich geschafft wieder zu Hause in Zeitz angekommen. Während der Rückfahrt war deutlich zu spüren, wie alle ihren Gedanken nachhingen, was uns Geschichte für die heutige Zeit sagen kann.

Gruppenbild

Gruppenbild

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