Drei Mal Edelmetall für die Zeitzer Kampfsportler

Deutsche Ju-Jutsu/Jiu-Jitsu Meisterschaften in Aschersleben für das Zeitzer Team mit einigen Überraschungen

In der beeindruckenden Kulisse des Ascherslebener Ballhaus fanden am Pfingstwochenende die Deutschen Meisterschaften im Ju-Jutsu/Jiu-Jitsu statt. Besetzt mit über 350 Athleten aus mehr als 90 Vereinen war diese Meisterschaft auch angesichts der hochsommerlichen Temperaturen ein heißer Brocken. Mit 7 Teilnehmern (Die MZ berichtete) startete das Team der Zeitzer Kampfsportgemeinschaft um Vereinstrainer Jan Stange in die Auseinandersetzungen um die nationalen Titel. Jaschar Salmanow, Favorit im Zeitzer Zeitzer Team, musste erstmals bei den Senioren und noch dazu eine Gewichtsklasse höher an den Start. Salmanow  fand im Halbfinalkampf gegen den späteren deutschen Meister Lorenz Fuchs aus Hessen keine Mittel gegen den gegnerischen Fußstoß seitwärts und die schellen Übergänge von Fuchs. Auf seine Fausttechniken bekam er leider nicht genug Punkte, um den Kampf für sich zu entscheiden. Im Kampf um Platz 3 gegen Kevin Jakob aus Rostock ließ er dann nichts anbrennen und siegt innerhalb von 45 Sekunden mit technischer Überlegenheit. Damit war der Traum vom Deutschen Meistertitel zwar für dieses Jahr ausgeträumt aber Salmanow hat sich mit seiner Bronzemedaille eindrucksvoll bei den Senioren in der neuen Gewichtsklasse angemeldet. Vereinskamerad Tom Kornblum hatte zwei Kämpfe. Den ersten Kampf gegen Christoph Garbrands aus Oldenburg musste Kornblum chancenlos verloren geben. Im zweiten Kampf gegen Georg Keßler aus Erbach schien Kornblum das Ruder noch herumreißen zu wollen was ihm leider nicht gelang. So ging diese Auseinandersetzung leider auch verloren und Kornblum musste sich dieses Mal mit Platz 9 zufrieden geben.

 

Tom Kornblum (blau) stoppt seinen Gegner mit einem Fussstoß rückwärts

Tom Kornblum (blau) stoppt seinen Gegner mit einem Fussstoß rückwärts

Felix Fötzsch und Hannes Krischkofsky fanden keine Mittel gegen ihre Gegner und schieden beide sieglos aus dem Turnier aus. Sichtlich gezeichnet von der Niederlage im Turnier müssen sich beide nun mit den Ursachen und Lösungsansätzen intensiv mit ihren Trainern austauschen.

Hannes Krischkofsky (blau)

Hannes Krischkofsky (blau) setzt zum Wurf an

Johannes Steinbach konnte seine erste Auseinandersetzung gegen Schadt aus Hamburg nicht gewinnen. In der Trostrunde musste er dann gegen Büchner aus Thüringen, seinen Angstgegner aus der Gruppe Ost antreten. Diesen konnte er aber taktisch besiegen. Immer wieder gelang es Steinbach den wurfstarken Büchner zu stören und dabei selbst Punkte zu machen. Im kleinen Finale dann der Kampf gegen Reitz aus Bayern. Hier gab es dann leider kein weiterkommen und damit Platz 5 für Steinbach.

Johannes Steinbach sammelt seine Kräfte in einer Kampfpause

 

Eine große Überraschung gelang dem Zeitzer Duo Team Kevin Zoch und Sascha Seuß. Beide kämpften sich hervorragend ins Turnier und konnten beweisen, dass mit diesen beiden sympathischen Zeitzern auch in nächster Zeit auf nationaler Ebene zu rechnen sein wird. Mit schnellen und sauberen Techniken konnten sie die Konkurrenz aus Stolberg und Aschersleben auf die Plätze verweisen und mussten sich nur Marcel Salchow/Michael Bovan aus Dillingen sowie Dominik Vetter/Florian Sonntag aus Staffelstein geschlagen geben. Mit dieser beeindruckenden Leistung konnten die beiden noch 2 Bronzemedaillen der Zeitzer Bilanz hinzufügen. Kevin Zoch: „Mission erfüllt. Das war immer unser Traum. Eine Medaille auf einer Deutschen Meisterschaft. Jetzt wissen wir das dies möglich ist. Das macht Lust auf mehr.“

 

Sascha Seuß und Kevin Zoch erkämpften sich die Bronzemedaille

Sascha Seuß und Kevin Zoch erkämpften sich die Bronzemedaille

Vereinstrainer Jan Stange:“Mit dieser Bilanz können wir sehr zufrieden sein. Sicher wäre für den ein oder anderen auch mehr drin gewesen. Wir müssen jetzt kritisch über die Ursachen reden und unsere Lehren daraus ziehen. Insgesamt zählt die KSG Zeitz immer noch zu den 10 erfolgreichsten Vereinen Deutschlands und da sind die Unterschiede manchmal einfach nur marginal.“

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