Ein „kleiner“ goldener Stern

Empfang der Delegation in der Landesvertretung

Empfang der Delegation in der Landesvertretung

Von Anja Melior:

Die Kampfsportgemeinschaft Jodan Kamae erhielt gestern in Berlin eine der höchsten Auszeichnungen im deutschen Breitensport. Den Goldenen Stern des Sports. Zwar nicht den ganz großen, aber dafür einen kleinen für einen hervorragenden vierten Platz. Dieser ist noch einmal mit 1000 Euro dotiert. Für die dreizehnköpfige Delegation des Kampfsportvereins ging es bereits am Dienstag in Richtung Berlin. Der Bundestagsabgeordnete Dieter Stier (CDU) hatte die engagierten Sportler in den  Bundestag eingeladen und empfing sie dort. Gestern Morgen schlug dann die große Stunde. In der Deutschen Zentralbank direkt am Brandenburger Tor lud der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) gemeinsam mit den deutschen Volksbanken und Raiffeisenbank en die 17 Finalisten-Sportvereine ein. Jeder der einzelnen Vereine hatte zuvor den Bronzenen Stern auf Lokalebene und auch den Silbernen Stern auf Landesebene erhalten. Nun sollte also noch der große Goldene Stern an den besten Breitensportverein Deutschlands überreicht werden. Nicht auf sportlicher Ebene, sondern
auf der sozialen. Also alles, was der Verein neben der sportlichen Aktivität noch zu bieten hat und leistet. Das Spektrum reichte von Gesundheits-, Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen über Angebote für Kinder, Jugendliche, Familien und Senioren bis zur Förderung der Leistungsmotivation und des Ehrenamts. Den drei besten Vereinen winkten jeweils hohe Fördersummen vonbis zu 10 000 Euro, wobei sowohl von der Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein als auch von DOSB Präsident Alfons Hörmann und auch vom Präsidenten der Volks- und Raiffeisenbanken Uwe Fröhlich immer wieder betont wurde, dass es keine wirklichen Gewinner oder Verlierer gibt. „Wer es hierher geschafft hat, zählt zu der Elite des deutschen Breitensports. Und ohne Breitensport keine
Sportelite. Da ist der Anfang“, betonte Hörmann vor der Preisübergabe noch einmal deutlich den Stellenwert des Großen Stern des Sports. Katrin Müller-Hohenstein bezeichnet ihn sogar liebevoll als „Oscar des Breitensports“. Bundespräsident Joachim Gauck überreichte die Preise höchstpersönlich. Den Zeitzer Kampfsportlern stand die Aufregung förmlich ins Gesicht geschrieben. „Jeder kann es sein. Die haben es alle auf ihre Art verdient“, erklärte der Vorsitzende des Vereins Silvio Klawonn im Vorfeld. Und dann war es so weit, die Platzierungen wurden verkündet. Der vierte Platz sollte es für die Zeitzer Ju-Jutsuka sein. Klawonn nahm den Preis gemeinsam mit Jan Röder,Vorstand der Zeitzer Volks- und Raiffeisenbank, von Joachim Gauck entgegen. Die Freude war groß. Auch die mitgereisten Mitglieder freuten sich. „Klar sind wir Sportler und wollten gewinnen, aber so ist es auch ok. Die Anspannung ist jetzt vorbei und ich bin erleichtert“, fasste Klawonn die Verleihung zusammen. In Deutschland gibt es knapp 91 000 Breitensportvereine. 17 davon feierten gestern gemeinsam den Großen Stern des Sports, unabhängig von der Platzierung. Der erste Platz ging in diesem Jahr an das Team Bananenflanke aus Regensburg, das eine eigene Fußballliga für lern- und geistig behinderte Kinder und Jugendliche gegründet hat. Für die Zeitzer Sportler war der Tag noch lang nicht zu Ende. Die Landesvertretung Sachsen-Anhalt erwartete sie bereits und am Abend wurde nocheinmal gemütlich gemeinsam gegessen und die Ereignisse zusammengefasst

2015.01.29_MZ_9_Ju-Jutsuka holen Oscar nach Zeitz

MZ vom 29. Januar 2015, S. 09

 

 

 

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