Ernüchternder Saisonauftakt bei den Zeitzer Kampfsportlern

Am  4. und 5. Oktober fanden sich in Gelsenkirchen über 300 Kämpfer zur German Open ein. In den 3 Kategorien Fighting, Duo und Ne-Waza konnten sich Athleten aus 13 Nationen messen.  Aus Zeitz reisten 6 Sportler an. Am ersten Kampftag ging Tobias Ruzicka, der erst seit kurzem in der Elsterstadt trainiert, in der am stärksten ausgelasteten Kategorie Männer bis 77 kg an den Start und musste am eigenen Leib erfahren, dass es bei einem solch hochkarätigen internationalen Turnier härter zur Sache geht. Direkt im ersten Kampf musste er gegen den deutschen WM-Starter Max Rysell kämpfen und unterlag diesem nach einem guten Einstieg. Auch in der Trostrunde war das Niveau hoch, der ehemalige Judoka konnte im Part 1 keine Punkte holen und auch im Wurf- und Bodenbereich den Kampf nicht für sich entscheiden. Doch aus dem ersten großen internationalen Turnier nahm er dennoch viel Erfahrung mit.

In der Kategorie Männer bis 69 kg waren gleich 2 Zeitzer vertreten. Tom Kornblum fing stark an, doch sein Gegner aus Frankreich machte es ihm nicht leicht. Am Ende ging Tom als Verlierer von der Matte, was zu einem großen Teil auch durch die Kampfrichter zu erklären war, die ihm für seine Aktionen keine Punkte gaben. In der Trostrunde kam er gut in den Kampf, konnte immer wieder Schläge und Tritte platzieren, doch die Kampfrichter werteten zu viele Aktionen falsch, was in der Verlängerung dem Niederländer zu Gute kam. Am Ende 9. Platz für Kornblum. In der gleichen Klasse startete Jaschar Salmanow mit einem Sieg gegen einen Slowenen gut ins Turnier. Im Viertelfinale musste er sich jedoch seinem Nationalmannschaftskollegen Garbrandts aus Schleswig-Holstein geschlagen geben, nach dem auch hier einige Fehlentscheidungen ein 6:6 herbeiführten. In der Trostrunde hatte Salmanow ebenfalls einen Niederländer vor den Fäusten, den er knapp schlagen konnte. Den Einzug ins kleine Finale verpasste er dann wiederum. Seine Aktionen brachten ihm nicht genug Punkte und so blieb es beim 7. Platz.

Felix Fötzsch kämpfte in der Klasse U21 bis 77 kg. Er war seinem ersten Gegenüber im Atemibereich klar überlegen, doch konnte er nicht genug Punkte sammeln, um einen verheerenden Fehler am Boden wettzumachen. In seinem Trostrundenkampf lief es ebenfalls gut, er setzte die besseren Aktionen, doch waren die Kampfrichter unterirdisch, sie deuteten die Techniken falsch, wodurch Felix‘ Gegner aus Hanau am Ende siegte. Für Fötzsch blieb der 9. Platz.

Krischkofsky (rot) bei Festhalte

Krischkofsky (rot) bei Festhalte

Das Duo Team Sascha Seuß/Kevin Zoch hatten eine etwas unglückliche Auslosung. Erst mussten sie gegen das belgische Team ran, denen sie mit nur 2 Punkten Unterschied unterlagen. Auch in der Trostrunde konnten sie die Kampfrichter nicht von sich überzeugen, verloren mit 3 Punkten Unterschied und mussten sich ebenso mit dem 9. Platz zufrieden geben. Am Sonntag hieß es für Hannes Krischkofsky in der Klasse U18 bis 73 kg alles zu geben. Nachdem er im ersten Kampf seinem starken dänischen Gegner unterlag, konnte er in der Trostrunde einen Sieg einfahren. Auch gegen den dritten Kontrahenten sah es lange Zeit gut aus, Hannes holte sich gekonnt Punkte mit Schlägen und Tritten, doch mit zunehmender Kampfeslänge musste er feststellen, dass sein Gegenüber konditionell besser aufgestellt war und gab den Kampf in der letzten Minute doch noch ab. Somit musste er sich mit einem 7. Platz zufrieden geben.

Alles in allem verlief das Turnier, nicht zuletzt wegen der schwachen Kampfrichterleistung, nicht optimal für das Zeitzer Team. Auch Landestrainer Maik Poser war sichtlich unzufrieden mit der Schiedsrichterleistung: „Das hat uns mindestens eine Medaille gekostet!“ so der Trainer.

Insgesamt holte das Team aus Sachsen-Anhalt nur 3 von 12 möglichen Medaillen.

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