WM-Bronze für Jaschar in Kolumbien

Vom 24. – 26.11. fanden die Ju-Jutsu Weltmeisterschaften in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá statt. Der Zeitzer Athlet Jaschar Salmanow vertrat das deutsche Nationalteam in der Gewichtsklasse bis 69 kg in der Disziplin Fighting. Mit ihm waren 6 weitere Athleten vor Ort, um Deutschland bestmöglich zu vertreten. Bereits eine Woche vor der Weltmeisterschaft reiste das deutsche Team an, um sich sowohl an die 6 Stunden Zeitverschiebung als auch die Höhenluft (Bogotá liegt knapp 2700 m über NN) zu gewöhnen.

Rund 250 Athleten aus 38 Nationen maßen sich in den Kategorien Fighting, Duo und Ne-Waza. In Jaschars Klasse gingen 13 weitere Kämpfer an den Start. Sein 1. Gegner aus Panama wurde wegen nicht zulässiger Kleidung disqualifiziert, somit ging es für Salmanow ohne Vorbelastung, dafür aber auch ohne Einstieg ins Turnier, weiter ins Viertelfinale. Hier stand er dem amtierenden Europameister aus Slovenien Tim Toplak gegenüber. Nachdem der Zeitzer in der ersten Kampfhälfte durch Schlag- und Trittkombinationen sowie einem Wurf eine Führung aufbauen konnte, kämpfte sich der Slovene noch einmal ran und nach der regulären Kampfzeit stand es Unentschieden, was eine Verlängerung von 2 Minuten bedeutete. Besonders unter den gegebenen, konditionsbelastenden Umständen war diese besonders hart. Doch die relativ lange Akklimatisierung zahlte sich aus. Jaschar war Konditionell besser aufgestellt und konnte sich den Sieg holen. Im Halbfinale wartete der Belgier Tom Delange auf den deutschen Athleten. Der Kampf verlief Kopf an Kopf. Delange und Salmanow wechselten sich mit der Führung ab und abermals hieß es nach 3 Minuten regulärer Kampfzeit – Verlängerung. Inzwischen die 2. für den Zeitzer. Auch dieses Mal hatte er die Nase vorn, als die Kampfrichter ihm eine zweifelhafte Bestrafung für zu harten Kontakt zum Kopf gaben. Im Ju-Jutsu gilt bei Treffern zum Kopf Leichtkontakt. Kurz darauf nutzte der Belgier die Situation, ließ sich nach einer Fausttechnik von Jaschar zu Boden fallen, was die zweite Bestrafung und damit die Disqualifikation mit sich brachte. Doch Salmanow ließ sich davon nicht runterziehen und ging voll motiviert in den Kampf um Bronze. Wie schon zur EM kämpfte er auch hier gegen der Ukrainer Maksym Heraskin. Hier ließ der Zeitzer nichts anbrennen, ging früh in Führung und hielt diese bis zum Schluss mit deutliche Schlagkombinationen und dominanten Wurfkampf durch. Somit sicherte er sich bei seiner ersten WM bei den Erwachsenen die Bronzemedaille.

Am Sonntag ging es noch einmal auf die Matte, im Mixteam rangen die Deutschen um weitere Medaillen. Jaschar musste auf Grund von personellen Defiziten im Ne-Waza (Bodenkampf) antreten. Obwohl das Team nicht optimal aufgestellt war, konnten sie sich nach einer knappen Niederlage gegen Belgien im kleinen Finale die Bronzemedaille gegen Kasachstan sichern.

Insgesamt konnte das deutsche Team 3 mal Gold und 3 mal Bronze im Einzel holen. Zusätzlich Bronze in der Teamplatzierung. Im Fighting wurden sie noch mit dem Pokal für das beste Team geehrt.

Salmanow wird die Gelegenheit nutzen und seinen Aufenthalt in Südamerika um eine Woche verlängern. Zu Hause müssen die Vereinskameraden sowie weitere Starter aus dem gesamten Landesverband am Samstag zu den diesjährigen öffentlichen Meisterprüfungen antreten. Ab 09:30 Uhr kann man diese Meisterprüfungen in den Klinkerhallen besuchen und sich ein Bild von „meisterlichem Kampfsport“ machen.

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