Zeitzer Duo-Team holt Gold bei der German Open 2016

Am 24. Und 25. September fanden die German Open 2016 in der Schalke-Arena in Gelsenkirchen statt.
Seit mittlerweile drei Jahren wird der internationale Wettkampf in Gelsenkirchen ausgerichtet. Dieses Mal sollte es aber etwas ganz Besonderes sein. Die German Open wurden dieses Jahr parallel zu den Europameisterschaften der Junioren ausgetragen. Um diese Menge an Wettkämpfern unter ein Dach zu bekommen, wurde eine einzigartige Sportstätte ausgewählt. In der Veltins-Arena auf Schalke werden sonst nur Fußballspiele ausgetragen, doch am Wochenende des 24. und 25. Septembers wurde der Rasen gegen 14 Mattenflächen ausgewechselt. Über 1400 Teilnehmer versammelten sich in der Arena, um ihr Können unter Beweis zu stellen. Dieses Jahr wurden auch erstmals nach drei Jahren alle Altersklassen von der U10 bis zu den Senioren ausgetragen. Unter dieser Masse an hochkarätigen Athleten waren auch einige Zeitzer zu finden. Insgesamt 9 der besten Fighter und Duokas der Kampfsportgemeinschaft Jodan Kamae Zeitz e.V. nahmen die Herausforderung auf sich und gaben ihr Bestes.
Am Samstag wurden alle Gewichtsklassen der Senioren und der U21 ausgekämpft. Für Zeitz ging Tom Kornblum im Bereich der Senioren an den Start. In der Altersklasse der U21 kämpften Johannes Steinbach, Felix Fötzsch und Hannes Krischkofsky in der Gewichtsklasse bis 77 Kg und Laura Herz bis 70 Kg für Zeitz. Geballte Frauenpower kam im Duo zum Einsatz. Hier starteten Köhler/Dölz in der Klasse der weiblichen Senioren.
Das Duopaar aus Zeitz startete zum ersten Mal bei den German Open und wurde von der starken Konkurrenz etwas überrascht. Sie verloren leider beide Kämpfe gegen Slowenien und Deutschland und belegten den letzten Platz in ihrer Klasse.
Tom Kornblum trat in der Gewichtsklasse bis 69 Kg gegen insgesamt 25 weitere Athleten an, womit diese Gewichtsklasse zu einer der Größten des Turniers zählte. In seinem ersten Kampf traf Tom auf den Franzosen Yacine Sehil. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten fand er in den Kampf und konnte seinen Rückstand aufholen. Am Ende trennten den Zeitzer nur noch drei Punkte vom Sieg. Allerdings konnte der Franzose seinen Vorsprung bis zum Ende des Kampfes aufrechterhalten und gewann ihn somit nach Punkten. In der Trostrunde kämpfte sich Tom Kornblum gegen Italien, Frankreich und einen weiteren Starter aus Deutschland durch bis zum Einzug in das kleine Finale. In diesem Kampf traf er wieder auf Sehil, seinen ersten Gegner. Diesmal beherrschte Tom den Franzosen deutlich im Part 1, ließ sich aber leider Werfen und landete unglücklich in einer Festhalteposition. Dadurch gab Tom seine Ippons in Part 2 und 3 ab. Nach einem sauber platzierten Schlag des Franzosen folgte letztlich der Ippon im Part 1. Somit gewann Yacine Sehil durch technisches K.O. gegen Tom Kornblum und belegte den 3. Platz im Turnier. Tom Kornblum landete auf einen guten 7. Platz.
Laura Herz hatte keinen guten Tag. Ihre Topform konnte sie – im Gegensatz zum Leinefelder Herbstturnier vor drei Wochen –  an diesem Tag leider nicht abrufen. Sie verlor beide Kämpfe und schied somit vorzeitig aus dem Turnier aus.
Die Gewichtsklasse der männlichen U21 bis 77 Kg war ebenfalls eine der Größten Gewichtsklassen des Turniers. Von 20 Teilnehmern schickte Zeitz drei Starter auf die Matte. Dementsprechend groß waren die Erwartungen, einen Platz auf dem Treppchen zu ergattern. Johannes Steinbach und Hannes Krischkofsky konnten gegen die extrem starke Konkurrenz allerdings nichts ausrichten und verloren ihre ersten beiden Kämpfe. Somit ruhte die gesamte Hoffnung auf den Zeitzer Felix Fötzsch. Nachdem auch er seinen ersten Kampf gegen Leon Wehowsky, den späteren Sieger der Gewichtsklasse, verlor, war die Stimmung des Teams allerdings am Boden. Fötzsch fand trotzdem genug Motivation für seinen nächsten Kampf gegen Slowenien und zog durch einen Sieg in das kleine Finale um Platz 3 ein. Hier traf er auf den Deutschen René Haendel. Nach einem packenden Kampf musste sich Felix Fötzsch allerdings nach Punkten geschlagen geben und belegte den 5. Platz.

Am zweiten Wettkampftag schickte Zeitz 4 Athleten in das Rennen um die Medaillen.
Die beiden Schwestern Vanessa und Cherilyn Rohde starteten im Fighting. Für Beide war es das erste Mal dass sie bei einem internationalen Wettkampf dieser Größe teilnahmen; dementsprechend groß war auch die Aufregung bei den jungen Ju-Jutsukas. Vanessa kämpfte in der Klasse U15 bis 57 Kg. Ihren ersten Kampf bestritt sie gegen die Niederländerin Van der Pas. Hier glänzte Vanessa mit ihrer technischen Vielfalt und gewann durch technisches K.O. Ihren zweiten Kampf verlor sie leider gegen Österreich nach Punkten. Auch in ihrem dritten Kampf gegen Dänemark konnte Vanessa nicht die Leistung aus ihrem ersten Kampf abrufen und verlor gegen Dänemark. Somit belegte Vanessa Rohde nach einer guten Leistung und starker europäischer Konkurrenz einen souveränen 7. Platz.
Vanessas kleine Schwester Cherilyn Rohde startete in der Klasse U12 bis 40 Kg. Beeindruckt von der Kulisse und der Menge an Startern aus aller Welt war die Aufregung bei ihr deutlich spürbar. Somit konnte sich Cherilyn nicht 100%ig auf ihren ersten Kampf konzentrieren und verlor diesen nach Punkten. In ihrem Pool belegte sie allerdings den 2. Platz und trat somit im Halbfinale gegen ihre Kontrahentin aus Italien an. Diese besiegte Cherilyn souverän durch technisches K.O. und zog ins Finale ein. Am Ende musste sie sich leider gegen Christin Raddatz aus Westercelle knapp mit 7:5 geschlagen geben. Am Ende sprang die Silbermedaille für die noch Junge Sportlerin heraus.
Wie schon am Samstag war Zeitz auch am Sonntag im Bereich Duo vertreten. Das Duopaar Kramer/Schiller startete in der Klasse Duo U18 Mixed. Diese Beiden sollten die Überraschung des Tages werden. Tobi und Emely belegten souverän und mit einem riesigen Selbstbewusstsein den 1.Platz in ihrer Klasse. Sie besiegten die Deutschen Meister aus Bayern von 2016 mit 84 zu 78 Punkten und verwiesen diese damit auf den 2. Platz, mussten sie sich damals im Finale der deutschen Meisterschaften mit 1,5 Punkten geschlagen geben, drehten sie diesmal den Spieß um. Auch die Konkurrenz aus Polen hatte keine Chance.
Letztlich blickt der Zeitzer Kampfsportverein auf durchwachsene Ergebnisse zurück. Doch vor allem der Nachwuchs konnte sich gegen internationale Gegner behaupten, was zeigt, dass die harte Nachwuchsarbeit Früchte trägt. Auch im Bereich Duo kann die KSG international mitreden und muss sich nicht vor anderen Nationen verstecken.

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