Zeitzer Kampfsportler auf Bildungsreise in Nürnberg

Am vergangenen Wochenende reisten Mitglieder der Zeitzer Kampfsportgemeinschaft mit mehreren Kleinbussen nach Nürnberg, um das Dokumentationszentrum „Reichsparteitagsgelände Nürnberg“ zu besuchen. Im Rahmen der Bemühungen des Vereines um Respekt, Fairness, Toleranz und Integration werden jährlich auch zahlreiche weitere Veranstaltungen durchgeführt. So zum Beispiel auch die Teilnahme am Integrationssportfest in der letzten Woche in Halle (MZ berichtete) oder die jährliche Radtour des Vereines gegen Gewalt. Nachdem in den letzten Jahren bereits das Dokumentationszentrum Obersalzberg sowie das Jüdische Museum Ziel der Bildungsfahrten war, ging es an diesem Wochenende nach Nürnberg. Bereits am Freitagabend erreichte die Gruppe die Jugendherberge in Hartenstein. Auf Empfehlung der Herbergsmutter fand das Abendessen in einer Dorfgaststätte statt. Allein die monströse Größe der Schnitzel wird uns noch geraume Zeit an diese Bildungsreise erinnern. Am Morgen brach die Gruppe dann nach Nürnberg auf. Ankunft nach 40 Minuten Fahrt und sofort fällt das gigantische Gebäude im Stile eines römischen Kolosseums auf. Der Gigantismus der Bauten sowie die Ausstellung „Faszination und Gewalt“ nahmen dann den ganzen Samstagvormittag in Beschlag. Wie konnten die NSDAP an die Macht kommen? Wie gelang es die Gleichschaltung des deutschen Volkes zu erreichen? Welche Rolle spielten dabei Massenveranstaltungen wie die Nürnberger Reichsparteitage? Wozu führte die Machtergreifung des Faschisten? Was können wir aus der Geschichte für heute lernen? Diese und noch mannigfaltige weitere Fragen konnte die Ausstellung aus Fotos, Dokumenten, Film und Tonmaterial beantworten. Beklemmend die Atmosphäre und auch die Gesichter der jüngeren Teilnehmer.

Die KSG Zeitz vor dem Dokumentationszentrum

Die KSG Zeitz vor dem Dokumentationszentrum

Den älteren Teilnehmern kamen gerade auch die Massenveranstaltungen und die Gleichschaltung noch aus jüngerer Vergangenheit bekannt vor. Der Nachmittag wurde dann noch genutzt für einen Bummel durch die Nürnberger Altstadt.

Text, Silvio Klawonn, Bilder: Ralf Herrn

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