Zeitzer Kampfsportler holen 10 Landesmeistertitel

Bei den Ju-Jutsu Landesmeisterschaften am vergangenen Wochenende in Schönebeck konnten die Ju-Jutsu Athleten aus der Elsterstadt 10 Landesmeistertitel als auch den Mannschaftssieg in ihre Heimatstadt holen. Mit über 120 Aktiven aus den Vereinen des Landesverbandes war der diesjährige Auftakt zu den Qualifikationsturnieren gut besetzt. Der Generationswechsel in den Leistungsklassen ist mittlerweile in fast allen Vereinen angekommen und so war es nicht verwunderlich, dass das Startfeld deutlich verjüngt wirkte. Am Beginn des Turniers setzten die Kampfsportler wieder ein deutliches Zeichen für Toleranz, Vielfalt und Respekt und gaben ein eindeutiges Statement für die Kampagne „Sport vereint in Sachsen-Anhalt“. Die Schönebecker hatten ihre Landesmeisterschaft gut vorbereitet und der Wettkampftag begann pünktlich. Für die Zeitzer konnte Mario Steinhauer als einer der Ersten eine Medaille erringen. Nur knapp musste sicher der Zeitzer im Finale geschlagen geben und erreichte damit die Silbermedaille. Die Geschwister Cherilyn und Vanessa Rohde ließen an diesem Tage nichts anbrennen und sind offensichtlich wieder zu alter Form zurückgekehrt. Beide gewannen alle ihre Kämpfe vorzeitig durch „Full House“ und errangen jeweils Goldmedaillen. Luisa Marsch, die ihre erste Landesmeisterschaft absolvierte, zeigte trotz ihres jungen Alters keine Aufregung und kämpfte sich konzentriert durch ihre Gefechte. Der gerechte Lohn  war am Ende Platz eins und damit Gold. Maximilian Woosmann musste erstmals in der Altersklasse U 18 antreten und zeigte sich von seiner besten Seite. Mit Mühe, Leidenschaft und Anstrengung konnte er sich bis ins Finale kämpfen und dieses für sich siegreich gestalten. Bei den Duo Wettkämpfen konnten die Zeitzer Teams einen kompletten Medaillensatz erkämpfen. Mit Schiller und Zoch standen für die Zeitzer zwei alte Hasen auf der Matte die als Favoriten ins Gefecht gingen und ihrer Rolle auch gerecht wurden. Die Geschwister Tran mussten sich dieses Mal in ihrer Altersklasse den Bernburgern beugen und hoffen nunmehr auf eine Revanche zu den Gruppenmeisterschaften. Für Mailin Lindner und Lucas Schmager war es die erste Landesmeisterschaft und ihr zweiter Wettkampf überhaupt. Dementsprechend natürlich auch die Nervosität. Beide überzeugten mit solider Technik, mussten sich dann aber doch mit Platz 3 zufrieden geben. Nach der Landesmeisterschaft wurden durch die Landestrainer die Berufungen in den Landeskader bekannt gegeben. Insgesamt über 15 Athleten können die Ju-Jutsu Kämpfer von der Elsterstadt entsenden. Für die diesjährigen Gruppenmeisterschaften am zweiten Maiwochenende in Bernau wird es für den gesamten Landeskader noch Trainingsmaßnahmen geben. Die Zeitzer Vereinstrainer zeigten sich durchweg zufrieden, wenn auch nicht alle Hoffnungen aufgegangen sind. Bis zu den Gruppenmeisterschaften im Mai sowie den nationalen Titelkämpfen im Juni bleibt also noch einiges zu tun.

Die Platzierung der Zeitzer Mannschaft im Einzelnen

Fighting-System

2. Platz Dörfer, Philipp U10
1. Platz Marsch, Luisa U10
2. Platz Sachse, Adrian. U10
1. Platz Ebrahimi, Omran U16
1. Platz Pfeiffer, Lotta Marie U12
2. Platz Tritt, Maximilian U12
1. Platz Volynsky, Maxim. U14
2. Platz Ebrahimi, Mehran U21
4. Platz Jakob, Sarah U16
1. Platz Rohde, Cherilyn U16
4. Platz Alhamadh, Ahmad U16
2. Platz Mengel, Florian. U16
2. Platz Steinhauer, Mario U16
3. Platz Volynska, Dana. U16
2. Platz Alhamadh, Mohammad U18
1. Platz Rohde, Vanessa U18
1. Platz Kramer, Emely U21
2. Platz Wötzel, Ben U16
1. Platz Herz, Laura Sen.
1. Platz Woosmann, Maximilian U18
Duo – System

1. Platz Schiller/Zoch

2. Platz Tran/Tran

3. Platz Lindner/Schmager

Text:  Silvio Klawonn

Fotos: Maik Steinhauer

23. Pokal des Präsidenten – Der Pokal bleibt in Zeitz

Fast 200 Kampfsportler aus über 15 Vereinen aus ganz Deutschland traten am letzten Samstag zur 23. Ausgabe des „Pokal des Präsidenten“ an den Start. 20 Kampfrichter, 20 ehrenamtliche Wettkampftischbesatzungen und 12 engagierte Eltern sorgten nicht nur für Wohlfühlatmosphäre und einen sehr reibungslosen Turnierablauf sondern auch für ein deutliches Zeichen weit über die Stadtgrenzen hinaus. Nach der Begrüßung durch die Bürgermeisterin der Stadt Zeitz Frau Katrin Weber und einer kleinen Ehrung für den 100. Einsatz als Kampfrichter stimmte der Landesverbandspräsident die Anwesenden auf die nachfolgende Aktion ein. „Im Sport vereint in Sachsen-Anhalt“ heißt sich die Kampagne der Landesfachverbände im Landessportbund Sachsen-Anhalt für Menschenwürde, Toleranz, Respekt und Vielfalt. Dieser Initiative schlossen sich alle Athleten, Kampfrichter und auch zahlreiche Zuschauer spontan und. Im Sport ist es egal, welche Sprache jemand spricht, wie er aussieht oder woher er kommt. Hier zählt das gemeinsame Training die gemeinsamen Siege oder auch Niederlagen. Was jeder einzelne für sein Team leistet – darauf kommt es an. Nichts und Niemand wird die Sportfamilie an solchen Werten vorbei entzweien können. Nach dem gemeinsamen Bekenntnis gab es von allen Seiten sehr viel Zuspruch zu dieser Aktion. Viele schilderten auch den Moment des Beieinanderstehens als sehr emotional wahrgenommen zu haben. Ein starkes Zeichen, ein starker Moment und vor allem ein klares Bekenntnis.

Sportlich gibt es natürlich auch zahlreiches zu berichten.

In bestechender Form zeigten sich Florian Mengel und Mario Steinhauer die alle ihre Kämpfe gewinnen konnten, genauso wie Cherilyn Rohde die ihren Gegnern auch keine Chance einräumte. Ben Wötzel, Lotta Marie Pfeiffer, Philipp Dörfer und Adrian Sachsen konnten ebenso alle ihre Kämpfe gewinnen und so weitere Goldmedaillen der Zeitzer Bilanz hinzufügen. Die Duo Klassen scheinen fest in Zeitzer Hand zu sein. Die Konkurrenz aus Bernburg konnte sich am Ende nicht durchsetzen. Nicht so gut lief es für Mehran Ebrahimi oder auch Jannick Seidel, die der Konkurrenz die Medaillenränge überlassen mussten. Mit 11 Goldmedaillen, 7 Silbermedaillen und 6 Bronzemedaillen konnte sich das Zeitzer Team deutlich vor SV Groitzsch und JJV Schönbeck den Pokal zum zweiten Mal in Folge sichern. Damit, so Vereinstrainer Steven Theilig: „Die Mission „Pokalverteidigung“ ist erfüllt und ich bin zuversichtlich das die Meisten unserer Talente den Sprung in den Landeskader schaffen werden und hoffe, dass wir in 2 Wochen zur Landesmeisterschaft diese Leistungen bestätigen können.“

Ergebnisse der KSG Zeitz

Duo Mix

  1. Platz Schiller/Zoch
  2. Platz Schneider/Tirpitz

Duo Mix U 18

  1. Platz Tran/Tran
  2. Lindner/Schmager
  3. Hofmann/Kehr

Fighting

U 10 bis 27 kg

  1. Platz Phillip Dörfer

U 10 bis 37 kg

  1. Platz Adrian Sachse

U 12 bis 31 kg

  • Platz Maximilian Tritt

U 12 bis 54 kg

  1. Platz Marie Pfeiffer

U 12 bis 41 kg

7. Platz Elias Seidel

U 14 bis 51 kg

5.Platz Jannik Seidel

U 14 bis 58 kg

  1. Platz Ben Wötzel

U 14 bis 64 kg

  1. Platz Maxim Volynski

U 16 bis 57 kg

  1. Platz Cherilyn Rohde

U 16 bis 66 kg

  1. Platz Mario Steinhauer

U 16 bis 60 kg

3.Platz Daniela Volynska

U 16 bis 55 kg

  • Platz Ahmad Alhamadh

U 16 bis 55 kg

  1. Platz Florian Mengel

U 16 bis 50 kg

  • Platz Sören Schuhmann

U 16 bis 46 kg

2.Platz Omran Ebrahimi

U 18 bis 63 kg

2.Platz Vanessa Rohde

3.Platz Sarah Jakob

Senioren bis 77 kg

2.Platz Jaschar Salmanow

Senioren bis 69 kg

4.Platz Mehran Ebrahimi

Senioren bis 63 kg

3.Platz Aileen Baumgartl

U 18 bis 55 kg

3.Platz Maximilian Woosmann

Frauenpower auf der Zeitzer Ju-Jutsu Matte

Am Vorabend des internationalen Frauentags hatte die Zeitzer Kampfsportgemeinschaft zu einem kostenfreien Selbstschutz- und Selbstbehauptungsworkshop eingeladen. Als kleines Geschenk an die interessierten Frauen und Mädchen in der Region gedacht, reiht sich dieses Angebot in die bundesweite DOSB Aktion „Starke Netze gegen Gewalt“ ein. An dieser Aktion beteiligen sich die Zeitzer Kampfsportler in den Klinkerhallen zum wiederholten Mal. Nicht nur ein Zeichen gegen Gewalt setzen, sondern mit Angeboten vor Ort für Mädchen und Frauen die Aktion mit Leben füllen war der Anspruch des engagierten Vereines. 54 interessierte Mädchen und Frauen fanden den Weg in die Klinkerhalle und wollten etwas für sich tun. Unter Anleitung von Andre Kabelitz, Tino Schaumburger und Silvio Klawonn ging es nach einer theoretischen Einführung auch hin zu praktischen Inhalten. Wo und Wann geschieht Gewalt gegen Frauen und Mädchen? Wie sucht sich ein Täter vielleicht seine Opfer aus? Was sind Opfersignale? Welche Orte machen mir Angst? Was kann helfen oder wie kann ich mich schützen? Alles Fragen, die im Theorieteil gut besprochen werden konnten, wobei die Teilnehmerinnen mit Fragen nicht hinter dem Berg hielten. Körperhaltung, Körpersprache, Stimme und Blickkontakt waren dann schon die ersten praktischen Inhalte. Die Waffen einer Frau, falls es doch mal nötig sein sollte waren ein weiteres Thema. Was man alles mit seinen Händen, Beinen und Knieen so alles anstellen kann und wie kraft- und wirkungsvoll das ein kann beeindruckte schon. Wenn dann noch die laute Stimme dazukommt ist klar: „Fasst du mich an – Schlag ich zurück“. Am Ende gab es dann noch Informationsmaterialien zur Notwehr, zu Hilfs- und Unterstützungsangeboten sowie das Versprechen in der 2. Jahreshälfte ein weiteres Mal dieses Angebot zu unterbreiten. Alle Teilnehmerinnen hatten dann die Chance und Möglichkeit bei einem kostenfreien Getränk den Abend ausklingen zu lassen, ins Gespräch zu kommen und sich auszutauschen.

Kinderlandeslehrgang Wie gewinne ich am Boden?

Am letzten Samstagvormittag fanden sich ganze 66 Nachwuchskampfsportler im Alter von 5 – 14 Jahren aus ganz Sachsen-Anhalt im Trainingsdomizil der Zeitzer Kampfsportgemeinschaft in den Klinkerhallen ein. Die Referenten des Kinderlandeslehrgangs waren Steven Theilig und Jaschar Salmanow. Beide Referenten verfügen über mehr als ausreichende nationale und internationale Kampfsport- und Wettkampferfahrungen. Einen großer Schwerpunkt des Lehrgangs legten die beiden sympathischen Zeitzer auf Kampfspiele, welche den „Kurzen“ unwahrscheinlich viel Spaß machten. Bekanntlich lernt man ja mit Spaß am schnellsten und am intensivsten. Es gab jede Menge an Bodentechniken und ausreichend Möglichkeiten beim „Raufen und Rangeln“ das Gelernte und Trainierte auch gleich mal auszuprobieren. Die beiden Referenten brachten den Kämpfern verschiedene Haltetechniken am Boden näher, so beispielsweise die Kreuzhalte, die seitliche Halte und auch die Reitsitzhalte. Dank der guten Mitarbeit der Kinder und reichlicher Erfahrung der Referenten kam am Samstag jeder auf seine Kosten.